Brief an den Dottore über die Zeichen der Zeit

Egregio Dottore

Ich muss dir schreiben, solange ich noch kann, wenn du hier sein wirst, kann ich das ja nicht mehr tun! Weisst du, mein iPhone hat schon wieder einen Sprung im Glas, diesmal scheint mir, es sei auch leicht verkrümmt, es gibt Probleme beim Aufladen im Auto. Ich erkundigte mich diskret über die Preise für neue Geräte und musste mir sagen: Für dieses Geld nehm ich den Sprung im Glas gerne in kauf. Dem Cook Tim hat es wohl diesbezüglich ins Gehirn gekackt. Anstelle von Fingerabdruck die Gesichtserkennung und kein home bottom. So what? Weisst du was, die Story ist schlicht und ergreifend ausgelutscht und das Taumeln von Apple wird sich beschleunigen. Wie soll es anders sein und was ist das ein Schock, wenn er sich monatelang ankündigt. Die Zulieferer haben schon vor Monaten von Absatzproblemen berichtet, man wusste also, was kommen würde. Ganz sooo brillant kommt mir das ganze Apple-Gezeugse sowieso nicht vor, meine Fotosammlung, die ich der Not gehorchend in die Cloud verlagerte, kommt mir vor wie eine Wundertüte, finden tue ich darin gar nichts. Aber es werden mir Dinge unter die Nase gerieben, für die ich mich gar nicht interessiere. Und dann immer wieder diese Sprachschwäche, wenn einem etwas erklärt wird, habe ich offen gestanden immer Mühe zu verstehen, was einem da bezüglich neuer Funktionen mitgeteilt werden soll.

Ich kann die Schadenfreude insofern nicht verhehlen, als der Super-Miliardär und Klugscheisser namens Warren Buffet (ist doch er?) bei Apple zu Höchstpreisen eingestiegen ist. Seine Erkenntnis war (er ist wohl bereits senil), die iPhones seien im Verhältnis zu ihrer Nützlichkeit eigentlich zu billig. Seine Erkenntnisse und der Ruf seiner Unfehlbarkeit dürften unterdessen stark gelitten und ihn selber ein paar Milliarden gekostet haben. Ich hoffe, es schmerze den alten Knacker sehr!

Sowieso, du kennst meinen Hang zum Vulgären und ich kann mich im Moment an der US-amerikanischen Politik nicht genug weiden. Die demokratische Abgeordnete Tlaib, die zur Amtsenthebung von „Motherfucker“ Trump aufrief, hat mich Lachsalven gekostet. Me gusta!

Ach, wie ist die Welt schlecht, zum Glück nur ist sie in der Schweiz noch heil. Und es kommt noch besser, die kalte Dusche des wirtschaftlichen Abschwungs wird bezüglich der Dämpfung des CO2-Ausstosses mehr bringen als die Massnahmen der Stadt Zürich zu Energie 2000. Wie ich immer sage: Es gibt nichts Schlechtes, das nicht auch sein Gutes hätte.

Hasta pronto

Markus

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