4. Brief aus Spanien „Wieder daheim“

Hallo Markus

Am Freitagabend kamen wir von unserem Andalusientrip zurück. Es war kalt, und einen grossen Teil der Strecke fuhren wir durch schneebedecktes Gebiet. Zum schauen war es schön, wie die schneebedeckte Sierra Nevada in der Sonne glitzerte. Ich habe mich natürlich geärgert, dass ich meine warmen Winterstiefel nicht mitgenommen habe. Wusste doch nicht, dass es so kalt sein könnte. Als wir in der Moschee in Cordoba 1 ½ Stunden ausharren mussten und den Vortrag über die „Entstehung des Islam bis heute“ anhören mussten, erstarrte ich beinahe zur Eis-Säule. Wir reisten in einem neuen Autobus dessen Heizung leider nicht richtig funktionierte. So war es am Morgen beim Einsteigen bitterkalt, und der arme Chauffeur, der wohl nichts dafür konnte, wurde nicht gelobt. Wahrscheinlich wurde der Bus für den Sommer gebaut. Im Mai geht es nochmals los, eben in die Extremadura zu den Schwarzfuss-Schweinen. Es hat sich in den letzten Jahren vieles geändert. Man könnte meinen die ganze Welt sei auf Reisen. In Sevilla wollte ich mit ein paar Andern den Alcazar von innen besichtigen. Aber da standen so viele grosse Gruppen in der Warteschlange, dass wir es vergessen konnten.
Ich war vor Jahren schon einmal in Sevilla mit Annelies und Rolf. Da kamen wir im historischen Viertel an einem Gartenrestaurant vorbei, wo eine Tafel draussen stand mit der Aufschrift „frischer Gartensalat und Paella“. Das ist gut, da bleiben wir, setzten uns und bestellten. Es kam ein grüner Salat, etwas dürftig. Als wir anfingen zu essen dünkte es uns dass er komisch schmecke. Ich meinte dass sie vielleicht irgendeinen Essig verwendeten. Rolf ass nicht, Annelies die Hälfte, und ich natürlich, nach dem Motto, eine gute Sau frisst alles, ass ihn auf. Ich sagte es dem Kellner dass der Salat komisch schmecke. Nach einer Weile kam er, lachend, mit drei neuen Salaten angetrabt und sagte: Es war so heiss, da hat sich der Koch mit etwas parfümiertem das Gesicht erfrischt und dann mit den Händen, natürlich ohne zu waschen, den Salat gemischt.
Ich musste lachen über Dein Erlebnis im Velostau. Das kann ich Dir nachfühlen. Bei uns an der Küste trainieren mittlerweile das ganze Jahr die Rad-Teams aus aller Welt. Das sind Strassen wo man nicht überholen kann, und wehe man hat irgendwo einen Termin, muss man viel Zeit für die Fahrt einkalkulieren. Mit der Polizei und den Signalisationen ist es grad ungefähr dasselbe. Wir haben die Ortspolizisten, die sind dumm, die Guardia Civiles sind auf einem höheren Niveau. Am Besten ist es wenn man mit keinen von beiden etwas zu tun hat.
Ich staune immer was Du so alles erlebst mit Menschen, Hund und Katzen etc., da wird es Dir nicht langweilig. Ich selbst habe keine Tiere, nicht dass ich Tiere nicht mag, aber ich mag oft die Tierhalter nicht. Besonders wenn man auf der Strasse immer aufpassen in keinen Hundedreck zu treten. Wie geht es eigentlich Frau Grete, ist sie immer noch aktiv?
Ich lebe hier ja nicht mehr allein, seit drei Jahren habe ich einen Partner, aber darüber schreibe ich das nächste Mal. Es ist nicht so das Gelbe vom Ei. Bis bald
Mit herzlichem Gruss, Elsbeth

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