Kolumbianer Daniel Jositsch

Der rechtsgelehrte Zürcher Ständerat Daniel Jositsch hat Zeitungsberichten zufolge aus den Händen ihrer Exzellenz der Ministerin für Auswärtiges, Maria Angela Holguín, die Kolumbianische Staatsbürgerschaft erhalten. Das freut einen sehr zu hören und lässt hoffen, dass dies auf eine engere Beziehungen des Herrn Jositsch zur derzeitigen Kolumbianischen Regierung schliessen lässt. Input in Sachen Rechts- und Wirtschaftsfragen könnte diese gut gebrauchen, insbesondere das Kabinettsmitglied Holguín, deren Departement besonders miserabel geführt ist. Sogar die regierungsfreundliche Zeitung „El Pais“ stellte die Frage, ob beispielsweise die Visa-Anforderungen Kolumbiens irgend einen Sinn ergäben. Die Kriterien sind weitestgehend absurd und lassen auf nicht wenig Weltferne schliessen. Über das dysfunktionale Immigrationsamt musste sogar der Kubaner Manuel lachen. Derweil besteht Hoffnung, dass Herr Jositsch Frau Holguín näher bringen mochte, dass die Schweiz nördlich des Vatikans liegt, mehr noch, ihr als Rechtswissenschafter zuhanden des Friedensnobelpreisträgers und Regierungschef Santos zu signalisieren, dass der Frieden eher im sozialen Ausgleich zu suchen ist denn in Verhandlung mit Terroristen und Drogenhändlern.
Ein Besuch der Web-Seite des Herrn Jositsch lässt einen zweifeln. Es wird dort um Unterstützung für Reformen der SP gebeten. Um welches es sich handelt, bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen. „Deponieren“ solle man die Unterstützung, das „Depot“ soll dann wohl den Reform-Schimären Flügel verleihen. In der Hoffnung auf Relevanteres liess ich mich auf auf die Facebook-Seite von Herrn Jositsch umleiten, wo ihm eine Parteikollegin Hoffnung auf die Kolumbianische Präsidentschaft zutwittert. Auch dort ist sich Herr Jositsch im Unklaren, ob er hoheitsvoll als Ständerat oder als Aparatschik-Kumpane daher kommen soll. Immerhin ist zu erfahren, dass er eine kulinarische Reise in Kolumbien absolviert und der Leser erfährt auch, was ein Ajiaco Bogotano ist und dass dieser im Restaurant eines Herrn Gugger zu probieren sei (authentisch mit „aromatischen Gewürz“ namens Guasca). En Guete!

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Ein Kommentar zu Kolumbianer Daniel Jositsch

  1. yildirim sagt:

    es ist interessant, wie Jositsch seine Herkunft in der Schweiz bis heute verschleiern konnte. Angeblich in Zürich geboren, macht er als Student eine Reise nach Kolumbien, findet dort anscheinend eine Kolumbianerin die er heiratet. Schliesst sein Studium ab in St.Gallen und kann plötzlich so gut Spanisch, dass er in Kolumbien arbeiten kann, ja er ist sogar fähig, den kolumbianischen Rechtsanwalt zu machen. Er ist fähig vor den kolumbianischen Gerichten zu plädieren.
    Dann erhält er nach 22 Jahren sogar den kolumbianischen Pass, obwohl er nie mehr dort gelebt hat. Wen man die Korruption, die Polizei, die Politiker etc. in diesem Land kennt, kann man sich nur wundern, wie ein doch so aufrechter Mensch wie der links-grüne Jositsch das geschafft hat. Für mich ist er ein gefährlicher Opportunist.
    Ich spreche 7 Sprachen, würde mich aber in keiner andern Sprache getrauen – ausser in meinen 2 Muttersprachen, nur einen juristischen Brief aufzusetzen. Der Name Jositsch ist eher ein osteuropäischer Name, der verschweizert wurde. Wissen Sie näheres??
    lg

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