Schreiben an den Dottore zum Tode einer Bloggerin

Ciao Dottore

Dass er über den Tod ob vermutlichem Suizid der Bloggerin Hingst erschüttert sei, schreibt der Spiegel-Journalist, der die Falschangaben von Hingst bezüglich ihrer jüdischen Vergangenheit offenlegte. Ich nehme ihm das ohne „Wenn und Aber“ ab. Es wäre mir nämlich durchaus auch peinlich, wenn sich die Thurgauische Nationalrätin Graf-Litscher wegen ihrer wenig ehrbaren Promotion spadirischer Medikamente umbrächte. Ich würde mich in dem Fall damit rechtfertigen, dass ihr Fehltritt ihrer Dummdreistigkeit zuzuschreiben ist, die sie peinlicherweise auch noch im Internet öffentlich macht. Nur ist ihre Rechnung insofern irrtümlich, als aus ihrer Broschüre* der Barmherzigkeit nicht nur hevorgeht, wie man allenfalls den Luxus des Konsums dieser zweifelhaften Medizin der Krankenkasse aufbürden kann, sondern auch ruchbar wird, dass diese der Feder einer Basler Pharma-Promotorin entsprungen ist. Für mich ist unerheblich, ob die Frau Graf-Litscher Geld dafür genommen hat. Wichtiger wäre, dass sie als Gewerkschafterin wissen müsste, dass die eigentlich Objekte ihrer „Obhut“ kaum mehr wissen, wie sie die explodierenden Krankenkassen-Prämien bezahlen sollen. Ihre Haltung ist: habt keine Hemmungen, nehmt was Väterchen Staat Euch feilhält. Aber das ist eine sehr einfältige Haltung, weil nämlich niemand, auch ein Schwarzer aus dem Busch nicht, gerne Gnadenbrot isst. Und weil das nicht beherzigt wird, eine Art Sozial-Konsum-Gesellschaft kreiert wurde, die in dieser Form nicht wünschbar sein kann und künftig keinen Bestand haben wird. Für mich ist aber noch viel erschreckender und beunruhigender, dass die Parteikollegen von Graf-Litscher, der für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zuständige Bundesrat Alain Berset und die ehemaligen Konsumentenschutz-Koryphäe, Bundesrätin Sommaruga, über diese Art von Machenschaften genau im Bild sein müssen. Da wäre die Beweislast dringend umzukehren, um die Zweifelhaften zur Offenbarung zu zwingen: „Ich bin so blöd“, oder „ich weiss es, aber wer ohne Fehl, der werfe ersten Stein“ und „was kümmert’s mich!“.
Stichworte zu den Lebensläufen der zwei Bundesräte sowie der Frau Graf-Litscher lohnen, genauer betrachtet zu werden.

Frau Sommaruga:

ist diplomierte Pianistin, wie ich den herablassenden Worten von Alt-Bundesrat Blocher entnehme und mich nicht anschliesse. Dass man aber als Pianist/in oder Klavierspielender nur im äussersten Ausnahmefall wohlhabend wird, ist allgemein bekannt. Von daher ihre Karriere als Funktionärin in Sachen Konsumentenschutz.

Alain Berset war:

  • Assistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für regionale Wirtschaftsentwicklung der Universität Neuenburg.
  • Gastforscher am Institut für Wirtschaftsforschung in Hamburg
  • strategischer Berater im Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Neuenburg

Frau Graf-Litscher war:

  • gelernte Bahnwärterin, was keine Schande ist, und ebenso wenig, dass sie ob dieser Tätigkeit als Berufskollegen ihren künftigen Gatten kennenlernte, der heute als Pressesprecher und Lobbyist amtet. Es ist ebensowenig schändlich und gleichsam verständlich, dass sie sich beide aufgrund des Verschwindens ihres Berufsbildes eine neue Tätigkeit, im Fall der Edith Graf-Litscher, „Gewerkschaftssekretärin“, suchen mussten. Durch ihren erfolgreichen Gatten inspiriert, wurde sie auch:
  • Nationalrätin und
  • Lobbyistin der Pharmaindustrie.

Sollte dir nun Herr Bundesrat Berset als besonderer Niemand in die Augen gestochen haben, dann kann ich dich demgegenüber auf die zahlreichen Bücher verweisen, die Berset verfasst hat. Im Besonderen:

  • „Changer d’ère: pour un nouveau contrat gouvernemental“ oder
  • „Wechsel der Ära: für einen neuen Regierungsvertrag“

Ich möchte das Buch offen gestanden lieber nicht lesen, aber motiviert durch solche Klugscheisserei, die an Heuchelei gemahnt, werde ich nun ebenfalls ein Buch schreiben:
„Changer d’ère: ayez la grace et foutez le camp, cons!“ oder auf Deutsch „Neue Ära: Habt die Gnade and haut ab, Tötsche!“ Mit der Gnade ist die Einsicht gemeint, dass Heuchelei am Ende des Tages zur Gnade des Vergessens, nämlich Alzheimer, führen muss.

Das oben erwähnte ist keine parteipolitische oder weltanschauliche, sondern die Frage, wie die Welt mit tumben Funktionären überhaupt kutschieren soll. Dazu ist noch beängstigender, dass eine Figur wie die Deutsche Karrieristin, Ursula von der Leyen-Albrecht, Präsidentin der EU-Kommission wurde. Das stinkt nun wirklich zum Himmel und wird schlecht ausgehen. Dazu muss man nur den vermutlich in Auftrag gegebenen Artikel eines Wirtschaftsprofessors in der „FAZ“ lesen. Da wird der Einfachheit-halber die Volksrepublik China als Hauptproblem dargestellt, das es zu „lösen gelte“. Frau von der Leyen will also in der Beamtentradition ihrer überaus belasteten Herkunft mittels China als Feindbild die Zukunft der EU lösen. „On se fout de nos gueules?“ Jechter! Gott behüte! Gnad euch Gott!

Liebe Grüsse

Markus

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